Über


Die Wahl

Der Schallwelle Preis wird in verschiedenen Kategorien vergeben. Hierbei werden einige Kategorien ausschließlich durch die Fachjury der Schallwelle, bestehend aus „Hardcore EM-Fans“, die viele, oder z.T. auch alle Konzerte besuchen, langjährige Beobachter der Szene sind und auch absolute EM-Hörer mit sehr umfangreichen Kenntnissen und mit Geschmack von verschiedensten EM-Spielarten, in einer nicht-öffentlichen Abstimmung bestimmt. Die Gewinner werden dabei wie üblich durch Stimmenmehrheit ermittelt.

Die Kategorien „Bester Künstler“ und „Bestes Album“ sowohl „National“ als auch „International“ werden neben einer Jurywahl durch eine Hörerwahl ergänzt. Hierbei fließen die prozentualen Verteilungen der Wahlstimmen von Jury und Hörer zu gleichen Teilen in die finale Verteilung ein, die Plätze werden somit an Hand der zusammengefassten Wahl ermittelt.

In jeder Kategorie haben die Hörer drei Stimmen; das Votum kann bis zum Ende der Wahl Ende Januar jederzeit geändert werden.

Die Menge der Alben pro Künstler ist auf drei beschränkt. Musiker, die in diesem Jahr ‚produktiver‘ waren, haben wir so weit als möglich kontaktiert, damit sie uns ihre persönlichen drei Favoriten nennen.

Wir werden schon einmal Anfang Dezember die Kandidatenliste online stellen (hier und auch auf facebook), so dass jeder einen Blick darauf werfen kann – Korrekturen, Ergänzungen und Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht! 
Einfach bis Ende Dezember an alfred-aachen[at]t-online.de senden;  sie werden dann in die endgültige Liste eingearbeitet. (Das kann ein paar Tage dauern, wir machen das alles ja ehrenamtlich und nach Feierabend.)

Wir hatten letztes Jahr vereinzelte Rückmeldungen, dass die Wahlseiten mit Apple-Browsern nicht funktionieren. – Auf Mac-Rechnern mit Safari-Browser klappt es, leider noch nicht auf dem iPad und iPhone.
Wir haben noch nicht herausgefunden, woran das liegt, Apple-Fans müssen sich unter Umständen also einmal (ausnahmsweise) an einen Windows-Rechner setzen. Wir behalten das Thema im Auge und haben es für das nächste Mal auf unserer ToDo-Liste stehen.


 

Elektronische Musik als Kulturgut

Als die Elektronische Musik in den Siebzigern durch deutsche Pioniere wie zum Beispiel Kraftwerk, Klaus Schulze oder Tangerine Dream ihren Ursprung fand, konnte niemand ahnen, dass damit die Grundlage für die kommende Jahrzehnte der synthetisch erzeugten Musik gelegt werden würde. Auch viele der großen Pop-Künstler unserer heutigen Zeit, nennen oben genannte Großmeister als eine Motivationsbasis für ihre eigene Karriere. Die weltweite Technowelle der 90er Jahre zum Beispiel, wäre ohne ihre deutschen Urväter nie zustande gekommen.

Winfrid TrWinfrid Trenklerenkler, WDR-Moderator und Stimme der Kult-Radio-Sendung „Schwingungen“, hatte dieses Kulturgut bereits früh erkannt und förderte in Deutschland mit seiner Sendung eine große Anzahl an Künstler und Bands, die später ebenfalls maßgeblich die nationale und internationale Musikszene beeinflussen sollten.

So entstand über 30 Jahre eine große Szene Musikschaffender, die einige der traditionellen Formen in die heutige Zeit transportieren konnten und mit den neuen Stilrichtungen des 21. Jahrhunderts vermengt haben. Nicht nur dieser Riege von Musikern und Bands gilt die Beachtung und Würdigung mit dem neuen Preis der Elektronischen Musik – der Schallwelle -.

(K)Eine Beachtung ohne Kommerz

Wie viele andere Musikrichtungen innerhalb der Spartenmusik, so leidet auch die Elektronische Musik unter den rezessiven Entwicklungen der gesamten Musikbranche. Ohne „verkäufliches Image“, ist Musik generell in der Welt kaum Mediengerecht zu vermarkten. Die Zeit der Inhalte und der Qualität unterliegt der konsumgerechten Darstellungsform und die eigentlichen Kompositionen verkümmern häufig im Medien-Mainstream. Viel zu oft müssen Künstler dem Verkaufsanspruch gerecht werden und kooperieren mit dem „Einheitsteufel“.

Erfreulich, dass zumindest der mit der Schallwelle ausgezeichnete oder nominierte Independent-Elektroniker noch unabhängige Produktionsergebnisse abliefern darf und somit das musikalische Erbe anspruchsvoll weitergeführt werden kann. Dabei sind die Grenzen mittlerweile fließend, betrachtet man die kompositorische Breite der neuen Produktionen.

Gab es früher noch ausschließlich eindeutige Kategorien wie z.B. die der Berliner Schule, so sind heute alle „Stilmittel“ erlaubt. Die jetzige Musik ist schon lange keine Kopie der damaligen Pioniere mehr, sondern hat sich zu einer eigenständigen Bewegung weiter entwickelt. Auch dafür stehen die Auszeichnungen dieser Preisverleihung.

Begegnung und Austausch

Die Schallwelle-Veranstaltung ist auch eine Basis des Treffens und Austauschens. Sie wird einen Rückblick auf das vergangene Musikjahr bieten und dafür sorgen, dass die besten Produktionen und die Produkthersteller des Vorjahres ausgezeichnet werden.

Ebenso soll sie aber auch ein Treffpunkt der Aktiven sein und den Austausch zwischen Musikern, CD-Label, Medienvertretern und Konsumenten fördern. Der geneigte Genre-Fan erhält somit auch die Möglichkeit seine persönlichen Favoriten an diesem Tag zu treffen, sofern er sich sein Veranstaltungsticket sichert.


Die Veranstaltung

plaboZu Ehren der Gewinner der Schallwelle richtet der schallwende e. V. gemeinsam mit Vertretern aus Medien und Aktiven des Genres jährlich eine Zeremonie zur Verleihung der Preise aus. Diese findet seit 2011 im Planetarium Bochum statt.

 

Sylvia SommerfeldJede Preisverleihung ist einzigartig und bietet, neben der feierlichen Übergabe der Preise an die Gewinner, spezielle Highlights. Ergänzt wird die Veranstaltung durch Konzerte, nicht nur aus dem bekannten Umfeld des Genres.

Bereits seit 2009 wird die Veranstaltung von Sylvia Sommerfeld moderiert. Ihres Zeichens Vorsitzende des schallwende e. V. und somit Organisatorin der Verleihung, hat sie sich von ganzem Herzen der Förderung der elektronischen Musik verschrieben. Neben der Schallwelle organisiert und veranstaltet sie gemeinsam mit Helfern des Vereins zahlreiche Konzerte vor allem in und ums Ruhrgebiet.

Thomas GonsiorDie zweite Hälfte des Moderatorenpaares ist, seit 2014, Thomas Gonsior. Hauptberuflich als TV-Journalist im Öffentlichen Rundfunk tätig, ist er ein erfahrener Mann in Sachen Präsentation. Und als bekennender Liebhaber der elektronischen Musik zeigt er sich in seiner Aufgabe als Moderator für die Schallwelle hoch engagiert.

 

 

 

Stefan Erbe

Die Schallwelle ist quasi eines seiner Kinder und bis 2013 war er Mitorganisator und Co-Moderator der Preisverleihung: Stefan Erbe. Mit zahlreichen Veröffentlichungen selbst seit langem ein Teil der elektronischen Musikszene, engagiert er sich immer wieder mit neuen Projekten für die Erhaltung und Verbreitung des Genres. Darunter seine regelmäßige Veranstaltung Sound of Sky im Planetarium Bochum und die redaktionelle Leitung des Webzines empulsiv.